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Dieselpartikelfilter werden in großen Industriemotoren schon seit den siebziger Jahren eingesetzt. Der Ursprung liegt aber, wie so oft, beim Militär. Starke Rauchfahnen verrieten dem Feind die Position – diese sollte vermieden werden. In PKW´s wurde der erste Dieselpartikelfilter 1985 in einer Mercedes S-Klasse verbaut. Zur Serienreife gelangte der Filter erst im Jahr 2000, damals im Peugeot 607 HDI.
Auch Benzinmotoren mit Direkteinspritzung stoßen Rußpartikel aus. Der Anteil ist aber deutlich geringer als bei Dieselfahrzeugen. In der neuen Abgasnorm Euro 6 sind lediglich Grenzwerte für Dieselfahrzeuge vorgeschrieben. Da Filter für Dieselmotoren bereits Pflicht sind, fordern einige Experten auch Partikelfilterpflicht für Ottoeinspritzmotoren.
Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Arten von Filtern: einmal der Wandstromfilter, wo die Abgase durch eine poröse Wand fließen; weiterhin der Durchflussfilter, dort strömen die Abgase durch das Filterinnere über die Oberfläche.
Die Hauptaufgabe des Partikelfilters ist das Säubern von Dieselruß aus den Autoabgasen. Es gibt verschiedene Filter-Systeme bzw. Arten der Filterung: zum einen mit Additiven („Hilfsstoffe“), zum anderen „katalytisch“ ohne Additive.
Die Regeneration des DPF kann passiv oder aktiv geschehen. Passiv bedeutet eine langsame CO2-Umwandlung des Ruß im Katalysator. Bei der aktiven Reinigung wird die Abgastemperatur erhöht, um eine zusätzliche Filter-Regeneration zu ermöglichen.
Trotz Verbrennung der Dieselpartikel bilden sich Rückstände, die durch die Additive aus Kraftstoff und Motorölen entstehen. Die Folge ist ein verstopfter Filter, der zu erhöhtem Kraftstoffverbrauch, ruckelndem Fahrverhalten und Anlassschwierigkeiten führt. Im schlimmsten Fall lässt sich das Auto gar nicht mehr fahren, der Motor streikt. Wer häufig im Stadtverkehr unterwegs ist oder in die Berge fährt, den trifft die Verrußung des Partikelfilters in der Regel schneller.
Die vollständige Verunreinigung des DPF ist je nach Fahrzeughersteller und Fahrverhalten nach 80.000 km- 180.000 km erreicht. Nun gibt es zwei Möglichkeiten: entweder eine Reinigung oder einen Austausch des Dieselpartikelfilter. Der Austausch kostet zwischen 1.000,- € und 4.500,- €. Als Alternative bietet sich eine Reinigung des Filters an, diese ist deutlich preiswerter. Die Reinigung dauert i.d.R. mehrere Tage. Experten sind sich allerdings uneinig, ob eine Reinigung den gewünschten Effekt bringt. Zudem kann die altersbedingte Abnutzung des Filter nicht gestoppt werden. Egal ob Tausch oder Reinigung: in beiden Fällen ist auf die Qualität der Ersatzteile bzw. des Reinigungsverfahrens zu achten.
So funktioniert Easy Auto Service
Die Nachrüstung des eigenen Autos mit einem Dieselartikelfilter wird in Deutschland steuerlich gefördert. Die BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) unterstützte in 2012 über 90.000 Nachrüstungen.
Beachten Sie vor einem Autokauf Ihr Fahrverhalten. Bei Kurzstreckenfahrern kann eher sinnvoll sein, sich ein PKW mit Benzinmotor zuzulegen.